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15. August 2019

OBI kündigt engagiertem Betriebsrat fristlos


Hamburg-Eppendorf

Engagierte Betriebsräte sind Obi auch heute noch ein Dorn im Auge und werden auf dem schnellsten Wege entsorgt!
So wie auch in diesem Fall aus dem OBI in Hamburg -Eppendorf.
Ein Betriebsratskollege bekommt in seinem Urlaub die fristlose Kündigung zugestellt, weil er sich um die Sicherheit seiner Kunden und Kollegen im Markt sorgt.
Wohlgemerkt kann ein Betriebsratsmitglied nur mit Zustimmung des örtlichen Betriebsrates gekündigt werden und bedarf einer BR-Sitzung mit Anwesenheit aller ordentlichen Mitglieder.
Nach Recherche gab es überhaupt keine Anhörung der betreffenden Person, keine ordnungsgemäße Einladung einzelner BR-Mitglieder , weder eine Tagesordnung oder geschweige denn ein aktuell gefasster Beschluss über diese Kündigung.
Teile des Betriebsrates werden auch unter den Mitarbeitern als Arbeitgeber-lastig bezeichnet.
Das geht sogar soweit, das der BR- Vorsitzende und Stellvertreter die Abmahnungen der Mitarbeiter im Markt unterschreibt und damit keine Hilfe für die Kollegen ist.
Die Kollegen des Betriebsrates Hamburg Eppendorf sollen endlich ihre Arbeit nach
Betriebsverfassungsgesetz leisten und für die Mitarbeiter im Markt einstehen, oder sofort geschlossen zurück treten!!

Nachfolgend eine Stellungnahme des gekündigten Kollegen aus dem OBI Markt Hamburg Eppendorf.
Solidarisches teilen ist auf alle Fälle erwünscht!

Sehr geehrte Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,
Ich wende mich heute an euch, um euch aus eigener Erfahrung mitzuteilen wie die Firma OBI mit Betriebsräten umgeht, die Ihre Betriebsratsarbeit ernst nehmen und etwas für die Mitarbeiter herausholen wollen. Ich befinde mich zurzeit im Urlaub und habe heute meine Fristlose Kündigung von meinem Marktleiter und der zuständigen HR-Managerin an der Wohnungstür entgegennehmen dürfen. Ich bin der Typ der im Dezember 2018 die Petition „OBI braucht den Tarifvertrag“ ins Leben gerufen hat. Mein Kollege und Ich nahmen uns dies zum Anlass Private Arbeits-T-Shirts mit der Aufschrift: „Wir sind OBI wir fordern den Tarifvertrag“ und „Jemand muss den Job ja machen“ drucken zu lassen. Diese trugen wir, um unsere Petition zu verbreiten und eine Tarifbindung des Unternehmens OBI zu erzielen.
Es zeigte sich schon hier das andere Betriebsratsmitglieder 3 von 5 diese Aktion nicht unterstützen und missbilligten. Das brachte mich bereits zum Schmunzeln.
Bedauernswerterweise scheinen Betriebsratsmitglieder in Unserem Markt Ihre Ehrenamtlichen Aufgaben nicht ordnungsgemäß war zunehmen es sei denn es ging um die Belange des Arbeitgebers.
Wenn ich versucht habe Betriebsratsarbeit zum wohle der Arbeitnehmer zu machen, wurde mir vorgeworfen ich würde die Betrieblichen Belange nicht zu berücksichtigen oder dem Unternehmen schaden zu wollen.
Ich habe feststellen müssen das wir Strukturelle Probleme beim Thema Arbeitsschutz/Gesundheitsschutz der Mitarbeiter haben.
Ich habe mehrfach mit einem weiteren BR-Kollegen Sicherheitsbegehungen durchgeführt.
Die Mängel, die ich dabei feststellte, und es waren immer viele, besprach wir, wenn es zeitlich möglich war mit meinem Marktleiter.
Leider änderte sich an dieser Situation nichts. Auch der Betriebsrat (3/5) waren der Meinung nichts unternehmen zu müssen.
Also musste ich in meiner Funktion als „Kommissarischer Betriebsratsvorsitzender“, während die anderen 3 im Urlaub waren, handeln und Informierte die zuständigen Behörden sowie Vorgesetzte.
Der Arbeitgeber fühlt sich scheinbar übergangen was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu meiner Kündigung führte.
Und das mit Zustimmung des Betriebsrates!
Leider kann ich aus Gründen des Datenschutzes und der Geheimhaltungspflicht nicht genauer auf das Thema eingehen.
Die hier aufgeführte Darstellung ist meine Persönliche Sicht auf das Geschehen.
Liebe Kollegen, Ich danke Für eure Aufmerksamkeit und Zeit, und ich werde selbstverständlich Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Ein Ehemaliges Betriebsratsmitglied

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