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Solidarität mit Sömmerda und Augsburg

Solidarität mit Sömmerda und Augsburg

29. August 2016

Konzernbetriebsvereinbarung "Bildung" kommt doch!


OBI Betriebsräte sind seit langem schon dran an dem Thema:

Berufliche Bildung

Zuerst waren die Azubi Thema, dann der "normale" Mitarbeiter.
Wer darf sich bilden? Wer braucht Bildung? Wer entscheidet wer sich weiterbilden darf?
Marktleiter nach Nase wie in der Vergangenheit? 
 

Fallen Überstunden an? Wie wird die Zeit vergütet? Wird das Arbeitszeitgesetz eingehalten? Was ist mit Alleinerziehenden? Stichwort Kinderbetreuung.
E-Learning, Projektverkauf, Onboarding, Auswahlverfahren, Prozess-Training, Zentrales
Recruiting usw. usw.
Das sind einige der Fragen die Betriebsräte gestellt haben!

Die OBI Geschäftsführung hat sich mächtig gewehrt gegen eine Konzernbetriebsvereinbarung. Keine Mitsprache für Betriebsräte, mit Ausnahme der Zentrale natürlich.

Wieder einś von zahlreichen Beispielen, anhand dessen deutlich wird wie "vertrauensvoll" OBI mit seinen Betriebsräten umgeht. 
Betriebsvereinbarung? Natürlich nicht!
Konzernbetriebsvereinbarung für alle Mitarbeiter bei OBI? Natürlich auch nicht!

Um zu verhindern dass zum Thema Bildung allgemeingültige Regeln mitbestimmt aufgestellt werden, engagiert OBI auch hier die Kanzlei "Freshfields".
Mitbestimmung wird angezweifelt und abgelehnt. Als dies nicht hilft wird die Existenz des Konzernbetriebsrates bestritten. Gerichte werden bemüht. Hierbei erhält der Arbeitgeber auch Unterstützung vom Gemeinschaftsbetriebsrat der Zentrale. Denn auch dieser bestreitet die Existenz des 2012 gegründeten Konzernbetriebsrates. 

Allerdings sehen die Gerichte das etwas anders!
In der ersten Instanz bestätigt das Arbeitsgericht Solingen das Mitbestimmungsbegehren des KBR und richtet eine Einigungsstelle ein.
Die OBI Geschäftsführung will das jedoch nicht hinnehmen und legt Beschwerde gegen den Spruch des ArbG Solingen beim Landesarbeitsgericht in Düsseldorf ein.
Dieses bestätigt allerdings das erstinstanzliche Urteil aus Solingen!

Damit ist es sicher:
Es wird eine für alle OBI Mitarbeiter gültige Betriebsvereinbarung zum Thema Bildung kommen. Gegen den Willen der Geschäftsleitung, gegen den Willen des Gemeinschaftsbetriebsrates der Zentrale und dessen Vorsitzender Schramm und für bessere, gerechtere und sicherere Regelungen für die Kollegen. Vor allem in den Märkten.

Darauf können die Kollegen vom KBR stolz sein!
Und auch wenn er nun nicht mehr da ist .....

Seine Handschrift ist trotzdem klar zu erkennen!

  

11. August 2016

SPD-Abgeordnete lassen nicht locker



SPD-Abgeordnete lassen nicht locker



OBI | 
"So schnell geben wir nicht auf, OBI darf mit seiner Methode, eine Filiale über Nacht schließen zu wollen, nicht durchkommen", darüber sind sich die drei Augsburger SPD-Abgeordneten Ulrike Bahr (Bundestag), Linus Förster und Harald Güller (beide Landtag) einig. Sie versuchen alles für eine fairen Umgang mit den MitarbeiterInnen zu tun, unterstützen Demos vor der Filiale in der Proviantbachstraße, nehmen an der Postkartenaktion von ver.di teil und haben sogar an Wirtschaftsministerin Aigner geschrieben. Die Ministerin könne zwar der Geschäftsleitung nicht vorschreiben, was diese zu tun oder zu lassen habe, aber eine klare Meinungsäußerung und Positionierung erwarten die drei von ihr sehr wohl.

Ein Auszug aus dem Brief: „Wenn die Firmenleitung der Auffassung ist, dass ein Markt nicht weiterbetrieben werden soll oder kann, dann sind den Betroffenen die Gründe offenzulegen, der Betriebsrat ist zu beteiligen, es ist zu versuchen Lösungswege zu finden, den Standort doch langfristig konkurrenzfähig zu machen und zu halten. Im schlimmsten Fall – bei einer Schließung – ist über Sozialplan, Abfindungen oder Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in anderen Unternehmensteilen zu verhandeln.

Es geht jedoch auf gar keinen Fall, die Beschäftigten einfach vor die Tür zu setzen. Das ist kein fairer Umgang mit Beschäftigten. Die Gutsherrenart, nach der im Moment bei OBI agiert wird, darf nicht Schule machen. Sollte es zu einer Schließung kommen, dringen wir Abgeordneten auf die Übernahme älterer und schwerbehinderter Beschäftigter in umliegenden Märkten. Für alle anderen Beschäftigten muss eine sozialverträgliche Abwicklung gemeinsam mit Gewerkschaften, Betriebsrat und den Mitarbeitern selbst angestrebt werden. Insbesondere diejenigen, die geringere Chancen am Arbeitsmarkt haben, müssen von der Firmenleitung Unterstützung bekommen.“
 
Quelle: Augsburger Stadtzeitung
 
     

21. Juli 2016

Widerspruch gegen Betriebsübergang



Betriebsübergang ohne Konzept?


Der Geschäftsführer der Bau- und Heimwerkermarkt 2016 GmbH Lehmann behauptet auf Nachfrage, hinsichtlich des Betriebsüberganges kein wirtschaftliches Konzept zu haben! Trotz der eindringlichen Forderung des Betriebsrates ein solches vorzulegen! Die Sömmerdaer Marktleitung gibt den Wendehals! Sch... auf OBI! Wir sind jetzt Franchiser!

Mitarbeitern und Betriebsrat gegenüber heuchelt Lehmann "Vetrauensvolle Zusammenarbeit"!
Sein erster Schritt in Richtung "vertrauensvoll": Der Versuch dem Betriebsrat sein Büro zu entziehen.
Zukünftig könne "bei Notwendigkeit" ja schließlich das Stellvertreterbüro genutzt werden!

Allerdings konnte der Betriebsrat Lehmann die Aussagen: 
Er als neuer Geschäftsführer verfüge über "umfangreiche Sanierungserfahrungen"!
Und, "Beschäftigungsgarantien gäbe es keine"!
Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssten auf den Prüfstand und werde es so nicht mehr geben!
30 Tage Urlaub seien im Übrigen auch "viel zu viel"!
Die Arbeitszeiten müssten schließlich ebenfalls dringend "angepasst" werden!
Und auch:
"Es werden Tränen fließen"! (O-Ton)

entlocken.

In den bereits im Besitz der Team AG befindlichen OBI Märkten sind 40 Stunden Wochen und mehr üblich! 

Andere Informationen aus den Team-Baumärkten sind allerdings weitaus erschreckender:

"Zum ersten Januar wird in Deutschland der Mindestlohn erhöht! Dann bekommen einige Mitarbeiter (Vollzeit 174 Std. - Verkauf) in den Team Baumärkten wieder einmal eine Lohnerhöhung!"
Stundenlohn dann: 8,85 € - Brutto!
Zum Vergleich....
Der durchschnittliche tarifliche Stundenlohn Verkäufer liegt bei ca. 14 €.

Die Miete, der nach Aussage der Geschäftsleitung OBI den Markt in Sömmerda in der Vergangenheit am meisten belastende Kostenblock, bleibt trotz gegenteiliger und bewußt falscher Behauptung der OBI Geschäftsführung bis mindestens Ende 2017 unverändert hoch! Auch hier wurde es mit der Wahrheit augenscheinlich wieder einmal nicht so genau genommen!

Es ist immer offensichtlichlicher, was das tatsächliche Ziel dieses Verkaufs ist und war:
Schwächung von GBR und KBR! 
Der Groening muss unter allen Umständen weg, so das Ziel dieser Aktion! Der Markt in Sömmerda muss als "Warnung" an alle anderen Betriebsräte "Platt" gemacht werden!

Allerdings hat ein großer Teil der Mitarbeiter des kürzlich an die Team AG verkauften Marktes Sömmerda dem Betriebsübergang gestern widersprochen!
19 Mitarbeiter, quasi die Kernmannschaft und größtenteils 18 bis 24 Jahre im Markt beschäftigt, haben gestern gesagt:


"Mit uns nicht!"


Somit sind sie automatisch wieder Mitarbeiter des OBI Konzerns.
Vorerst!
Auch der Vorsitzende von GBR und KBR ist dabei.