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6. Februar 2017

Konzernbetriebsrat oder Koordinierungskreis?


"Den OBI Konzernbetriebsrat gibt es nicht! Wir wollen aber trotzdem mit den Mitgliedern dieses Konzernbetriebsrates verhandeln! Aber nicht als Konzernbetriebsrat, sondern in einem "Koordinierungskreis"!"
So die aktuellen Bestrebungen der OBI Führungsebene um die Mitbestimmung der OBI Arbeitnehmervertretungen zu umgehen.

Es handelt sich bei diesem "Koordinierungskreis" um ein vom Arbeitgeber künstlich geschaffenes Gremium, das es im Betriebsverfassungsrecht nicht gibt und dem zudem jegliche Möglichkeit fehlt Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich auch durchzusetzen.
Warum? Dieses gesetzlich verbriefte Recht haben nur Betriebsräte!

Vor allen Dingen fehlt solch einem "Koordinierungskreis" aber jegliche demokratische Legitimation der "Wähler", nämlich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Beschäftigten bei OBI!

Der Hintergrund:

Unser Arbeitgeber OBI versucht derzeit in einem gerichtlichen Verfahren den Konzernbetriebsrat abzuschaffen, angeblich sei der Konzernbetriebsrat nicht rechtsgültig gebildet worden. Hier argumentiert die Arbeitgeberseite, das der bei OBI gebildete Konzernbetriebsrat nur für die Mitarbeiter in den Betrieben/Märkten zuständig sei in denen auch ein Betriebsrat existiert. Für die Mitarbeiter in den Betrieben/Märkten in denen es keinen Betriebsrat gibt soll er nicht zuständig sein!
Doch das ist falsch! Ein Konzernbetriebsrat ist für alle Mitarbeiter im Konzern da, gleichgültig ob es vor Ort einen Betriebsrat gibt oder nicht.
Der Betriebsrat der Zentrale behauptet zudem, der Konzernbetriebsrat sei nicht richtig zusammengesetzt und unterstützt den Arbeitgeber bei seinem Vorhaben den Konzernbetriebsrat zu liquidieren.
Dieses gerichtliche Verfahren wird jedoch frühestens Mitte/Ende 2018 zu einem Ergebnis kommen - mit einem Spruch des Bundesarbeitsgerichts.

Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt gilt unverändert:
Es gibt bei OBI einen Konzernbetriebsrat! Geht es um Themen die in die Zuständigkeit des Konzernbetriebsrates fallen, so sind diese auch mit dem Konzernbetriebsrat zu beraten. Dies hat auch das Landesarbeitsgericht Düsseldorf so vor kurzem für das Thema Bildung geurteilt und mit der Einrichtung einer Einigungsstelle die OBI Geschäftsführung gezwungen wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Der OBI Konzern, allem voran die Märkte, wird aktuell komplett umgekrempelt. Betriebs- und Arbeitsabläufe werden verändert, die Vergütung soll ebenfalls "angepasst" werden. In Cluster 3 Märkten wird massiv Personal abgebaut.
Dies und noch viel mehr führt nicht zu etwa zu besseren Arbeitsbedingungen! Arbeitsverdichtung, Stress, unregelmäßige Arbeitszeiten und teilweise auch schlechtere Bezahlung sind die Folgen, zum Nachteil vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Hier versuchen Konzernbetriebsrat und Gesamtbetriebsräte im Rahmen ihrer Mitbestimmungsrechte gegenzusteuern und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumindest einigermaßen verträgliche Bedingungen zu erreichen.

Die Reaktion der Arbeitgeberseite bisher:

Verweigern, blockieren, behindern von Betriebsräten in Ihrer Arbeit bis hin zur Schließung von Märkten um sich führender Betriebsräte zu entledigen. 
Hierbei werden keinerlei Kosten gescheut!
Freshfields, eine der größten und wohl auch teuersten Kanzleien überhaupt, ist von OBI damit beauftragt vor Gericht dafür zu sorgen das der OBI Konzernbetriebsrat eliminiert wird. Die Anwälte von Freshfields sollen dafür sorgen das bis dahin eben dieser "Koordinierungskreis" statt des Konzernbetriebsrates Verhandlungen mit dem Arbeitgeber führt und der Konzernbetriebsrat seine Tätigkeit einstellt.
Eine völlig abstruse Idee, die jedoch Methode hat. 

Das erklärte Ziel der Arbeitgeberseite ist es, die Mitbestimmung der OBI Arbeitnehmervertretungen so weit eben irgend möglich auszuhebeln!

Das dürfen wir nicht zulassen!
Denn, selbst wenn es den Konzernbetriebsrat nicht geben würde wären die OBI-Gesamtbetriebsräte zuständig und Träger des Mitbestimmungsrechts! Nicht aber ein wie immer auch gestalteter, rechtloser, unzuständiger Koordinierungskreis dem noch dazu jegliche Legitimation fehlt.

   

5. Februar 2017

Tengelmann-Eigentümer im Verfolgungsrausch?


Karl-Erivan Haub, Geschäftsführer und Miteigentümer der Mülheimer Tengelmann Warenhandelsgesellschaft, hat über
viele Jahre hinweg Teile seines privaten und geschäftlichen Umfelds ausspionieren und überwachen lassen.
Karl-Erivan Haub ließ Geschäftspartner, Angestellte, seine Nachbarn und seinen Bruder überwachen. Dies berichtet das Manager Magazin in seiner Ausgabe vom Dezember 2016.

mehr lesen ...

 
Quelle: manager magazin

Union-Busting stoppen!







16. Januar 2017

Prämie 2017 - unerrreichbare Ziele - Zweiklassengesellschaft???



Statt Lohnanpassung für Alle, gibt es 2017 erneut nur eine margere Prämie

OBI versucht nun wieder ein billiges Prämienmodell 2017 einzuführen. Es soll überwiegend gleich sein zum Prämienmodell 2016.
Im Jahr 2016 wird die Jahresprämie in den Märkten kaum erreicht werden. 
Zur Erinnerung: Wenn der Jahresumsatz zum Plan überschritten wurde, erhalten die Kollegen in den Märkten 5% vom Mehrumsatz. Diese Summe muss dann noch durch die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) geteilt werden. Teilzeitkräfte werden anteilig berechnet.
Welcher Markt bekommt für 2016 diese Jahresprämie? Kaum jemand, oder? Diese unsinnige Prämie soll 2017 erneut unverändert beibehalten werden.

Die Monatsprämie (mind. 90% vom Vorjahresumsatz) wird ja durchaus erreicht, damit die Mitarbeiter nicht komplett verzweifeln, weil es nunmehr seit 2 1/2 Jahren keine Lohnanpassung mehr gibt. Oft liegt die Prämie um die 50 €, machnchmal aber eben auch nichts, weil beim Monatsumsatz nicht einmal 90% erreicht worden ist.
Auch dies soll dieses Jahr erneut beibehalten werden. 

Aber eine Änderung gibt es für  2017 dann doch. Die kleinen Märkte, vornehmlich Märkte der Marktgruppe 3, müssen hingegen mind. den Planumsatz erreichen. Haben die Mitarbeiter in der Vergangenheit je eine Prämie für das Erreichen eines Planumsatzes erziehlt. Wohl eher selten. 
Die Marktgruppe 3 Märkte werden ja bekanntlich runtergeplant (bis zu 3,6% weniger Umsatz als zum Vorjahr). Dafür wird aber deutlich das Personal reduziert, ca. 3 - 6 FTE (Vollzeit Beschäftigte). Ob der neu reduzeirte Umsatzplan erreicht werden wird, bei unbesetzten Abteilungen, weil es dort keine Mitarbeiter mehr gibt, bleibt abzuwarten.

Die Projektprämie:
Hier waren für das Zielerreichen des Projektumsatzes pro Projektkategorie pro Projektverkäufer 1300 € vorgesehen. Hier sind die Ziele so hoch gesetzt worden, dass kaum ein Markt bzw. kaum eine Projektkategorie eines Marktes erfolgreich davon partizipieren kann, d.h. leer ausgeht, wie so oft.
Natürlich bleibt auch dies unverändert zu 2016. Neu hinzu kommt der Gartenprojektverkäufer. 1300€ pro Projektverkäufer Bauen oder Garten ist nun vorgesehen.
Aber jetzt beginnt das Chaos!
Was OBI sich hier ausgedacht hat, ist unübersichtlich, nicht transparent und nicht überprüfbar für den betroffenen Mitarbeiter. Nach wie vor, bleiben Mitarbeiter von der Prämie ausgeschlossen, obwohl diese ebenfalls in die entsprechende Warengruppe Umsatz mit eingebracht haben. Das ist doch ungerecht! 
2017 müssen nicht nur die hoch gesteckten Umsatzziele erreicht werden, sondern der Projektverkäufer wird zukünftig anteilig berechnet. Je nachdem zu wieviel % der Mitarbeiter als Projektverkäufer tätig ist oder nicht, so bekommt dieser auch nur anteilig eine mögliche Prämie, wenn dieser nicht zu 100 % als Projektverkäufer tätig ist. Somit reduzieren sich die 1300€ ggfs. erheblich. 

Das Tolle ist, der Projektverkäufer hat darauf keinen Einfluß, sondern er ist bei der prozentualen Bewertung und Einstufung auf den guten Willen des Marktleiters angewiesen. Wie soll es denn möglich sein, zu messen, zu wieviel Prozent ein Mitarbeiter in der jeweiligen Projektgruppe arbeitet. Muss jetzt jeder Mitarbeiter Protokoll führen über seine Tätigkeiten. "Kontrollstaat" läßt grüßen. Nein! Der Marktleiter oder irgendeine Bürokraft stellt den prozentualen Wert irgendwie in ein Softwaretool ein. Na dann viel Glück!

Alle anderen Mitarbeiter gehen weiterhin leer aus. Aber für die unwichtigen Tätigkeiten, sind diese Kollegen dann noch gut genug. 
Die Projektverkäufer hingegen, werden sich zukünftig hüten, andere Tätigkeiten zu übernehmen. Sie werden Kunden, die kein Projekt wollen, an die "einfachen Mitarbeiter" verweisen oder sich gegenseitig die Kunden wegreißen. Ein Hauen und Stechen ist die Folge. 

Willkommen in der Zweiklassengesellschaft!

An die OBI Geschäftsführung: 
Zahlt endlich nach Tarif. Wir brauchen keine Allmosen. Wir wollen fair und gleich bezahlt werden. Kümmert Euch! Aber nicht mit intransparenten Prämiensystemen oder schlechen Vergütungsstrukturen!!!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden es Euch danken!










3. Januar 2017

(Update) Es geht um viel! Es geht um unsere Zukunft!



Pünktlich zum Jahreswechsel öffnet die OBI-Geschäftsleitung die Büchse der Pandora noch ein kleines Stück mehr.
Es wurden weitere Details der geplanten "Anpassungen" für die Märkte bekannt.

Personalabbau:
Für Märkte, welche zukünftig im Cluster 3 oder wie sie jetzt genannt werden "Marktgruppe C" sind, ist folgendes geplant:
- Öffnungszeiten und Warenannahmezeiten werden reduziert
- OBI spricht an entfällt für diese Märkte weitestgehend
- Aufträge werden wieder in den Abteilungen freigegeben und der Verkauf wird Ware selbst verräumen
- Es wird in diesen Märkten keine Werbe-Beilagen mehr geben
- in der Folge werden Stellen abgebaut

Viele Mitarbeiter in den Märkten der Marktgruppe C werden ihren Job durch diese Maßnahmen verlieren.
Auf Nachfrage, wieviel Personal denn von diesen Einsparungsmaßnahmen betroffen sein wird, gab es die Antwort:
"Bis zu 6 (Vollzeit-)Stellen pro Markt werden abgebaut!"
Mittelfristig sollen dann zusätzlich in allen Märkten die Stellen im Wareneingang  komplett wegfallen. Hier wird es dann wohl ebenfalls zu einem nicht unerheblichen Personalabbau kommen.

Personaleinsatzplanung:
Minusstunden sind weiterhin ein sehr großes Thema. Selbstverständlich sei das lt. Arbeitgeber alles freiwillig und man werde dies mit den Mitarbeitern vor Ort "besprechen".  Wir alle wissen doch was freiwillig heißt!
Genau aus diesem Grund reisen seit geraumer Zeit wohl die Vertriebsleiter durch die Märkte und versuchen den Abschluss von Betriebsvereinbarungen zum Thema Arbeitszeit hinauszuzögern bzw. zu verhindern.

Während Mitarbeiter der Märkte im Januar und Februar zu Hause bleiben sollen und fleißig Minusstunden machen dürfen, sollen Dienstleister (Leiharbeiter) deren Arbeiten übernehmen. Egal ob Muster aufbauen, Preise auszeichnen, Regale einräumen. Alles sollen Leiharbeiter übernehmen während die Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen.
Natürlich dürfen diese Minusstunden dann in den Monaten März/April/Mai/Juni durch längere Anwesenheit und zusätzliche Samstage wieder ausgeglichen werden. Ziel ist es eine „zielgerichtete Personalausstattung“ zu haben. Hier kommt ein "MBT-Tool" zum Einsatz.
Kurz und knapp:
Dieses Tool soll berechnen wie viele Minusstunden Mitarbeiter machen müssen wenn der Umsatz zurückgeht, bzw. wann Mitarbeiter nicht gebraucht und nach Hause geschickt werden und, wann wieviel Personal gebraucht wird um Personal flexibel einzusetzen.
Personaleinsatzplanung unterliegt der Mitbestimmung durch die Betriebsräte! Betriebsräte entscheiden darüber ob es Minusstunden gibt oder ob nicht!
Sprecht Eure Betriebsrate an!


Urlaub:
In den Saisonzeiten soll es nach dem Willen des Arbeitgebers eine komplette Urlaubssperre nur für die Märkte geben!
In den Monaten März/April/Mai/Juni sollen Mitarbeiter der Märkte also keinen Urlaub nehmen dürfen!
Urlaubsplanung unterliegt der Mitbestimmung durch die Betriebsräte! Betriebsräte entscheiden ob es Urlaubssperren gibt oder ob nicht!
Sprecht Eure Betriebsräte an!


Testkäufe:
Unser Arbeitgeber plant eine neue Art von Testkäufen einzuführen. Diese werden bereits in einigen Märkten getestet, natürlich wie immer ohne die Arbeitnehmervertretungen vorher darüber zu informieren.
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Testkäufe fast immer zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle von Mitarbeitern genutzt werden, auch wenn Arbeitgeber etwas anderes behaupten! Job der Betriebsräte ist es Mitarbeiter vor einer übermäßigen Leistungs- und Verhaltenskontrolle zu schützen! Sprecht mit Euren Betriebsräten darüber!
Der Arbeitgeber wurde vom GBR aufgefordert eine Gesamtbetriebsvereinbarung zu diesem Thema abzuschließen!
Es geht nicht darum Testkäufe grundsätzlich zu verhindern, sondern darum den Schutz der Mitarbeiter im Markt zu gewährleisten!

Visapix:
Hier plant der Arbeitgeber ebenfalls eine Veränderung des aktuellen Systems. In vielen Märkten hängen die Visapix-Personenzählanlagen (Kameras) in den Windfängen im Eingangsbereich der Märkte. Der Standort soll nun verändert werden, was gegen die aktuelle Gesamtbetriebsvereinbarung verstößt. Ein Anwalt wird nun klären, in wie weit die GBV geändert oder angepasst werden muss.

Gehalt:
Unser Arbeitgeber macht weiterhin Druck um schnellstmöglich Vereinbarungen mit den Betriebsräten zu Lohn und Gehalt bzw. Arbeitszeit abzuschließen.
Betriebsräte können mit so einer Vereinbarung N I C H T S für Mitarbeiter verbessern, eher sind Verschlechterungen wahrscheinlich, da Betriebsräte bei der Höhe der Gehälter rechtlich keinerlei Mitsprache haben. Es gibt dabei keine Verbindlichkeit - ganz im Gegensatz zu Tarifverträgen.

Fazit:
Eine GBV zu Lohn und Gehalt wäre de Facto das Ende der Tarifbewegung bei OBI!
Eine GBV ist auch nicht gleichzusetzen mit einem Tarifvertrag! Schwerwiegende Folge wäre, dass der AG in Zukunft nur noch alleine über Höhe der Gehälter, Sonderzahlungen (Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld), Anzahl Urlaubstage, Zuschläge usw. entscheiden kann.
BR und Mitarbeiter können hier nur verlieren und nichts Sicheres erreichen. Einziger Gewinner wäre der AG, da er eine Monopolstellung bei weiteren Verhandlungen erreicht und die Stellung der Betriebsräte und Gewerkschaften extrem schwächt.
Besonders zu erwähnen sind die Auswirkungen für derzeit noch Tarifgebundene, bzw. die vielen sich noch in der sogenannten Nachbindung/Wirkung befindlichen Märkte.
Alle aufgrund Tarifvertrag geltenden Rechte und Ansprüche entfallen mit einer GBV unmittelbar!


1. Januar 2017

Ein frohes Neues Jahr.




Die Blog Redaktion wünscht allen Verdianerinnen und Verdianern, allen Kolleginnen und Kollegen bei OBI, sowie allen Leserinnen und Lesern des OBI-ver.di-Infoblogs ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr! Vielen Dank auf diesem Weg an alle die uns unterstützt haben und weiterhin unterstützen. Dank an alle die sich in der Vergangenheit für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei OBI eingesetzt haben und weiter einsetzen werden.

 

Auch wenn die OBI-Betriebsräte durch das schändliche Verhalten unseres Arbeitgebers zwei ihrer Aktivsten verloren haben, werden die Anstrengungen für eine Verbesserung bzw. Erhaltung der Arbeitsbedingungen nicht sinken.

2017 wird ein ereignisreiches Jahr bei OBI werden. Es wird Veränderungen geben, so oder so.
Unser Arbeitgeber plant bereits einschneidende Veränderungen, teils sind diese auch bereits in der Umsetzung. Diese Veränderungen bedeuten in der Mehrheit eine Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter der Märkte, nicht zuletzt durch eine Zunahme der Belastungen des Einzelnen.
Arbeitsverdichtung, dadurch vermehrt auftretende physische und vor allem auch psychische Belastungen die krank machen. Eine Verschlechterung der Lage Arbeitszeiten ist geplant und dadurch eine noch weitere Einschränkung der im Handel sowieso bereits eingeschränkten Freizeit. Für viele wird es eine Verschlechterung der Entlohnungsgrundsätze geben, sowie Einschränkungen bei der Urlaubsplanung und nicht zuletzt weiteren Personalabbau.

Wir hoffen das die Ausdauer und Energie der betroffenen Mitarbeiter reicht, um die anstehenden Aufgaben zu meistern und dies gesund zu überstehen. 
 

24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Die Blog Redaktion wünscht allen Verdianerinnen und Verdianern, allen OBI Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen Leserinnen und Lesern des OBI-ver.di-Infoblogs  ein frohes, gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.
Nutzen Sie die Zeit zur Besinnung und Regeneration und genießen Sie die Tage im Kreise Ihrer Familien und Freunde!  

 

14. Dezember 2016

Es geht um viel! Es geht um unsere Zukunft!


So nach und nach kommt anś Licht, was die OBI Geschäftsleitung für die nächsten Monate für uns plant. Nach der Entfernung der alten unbequemen GBR-Spitze, durch die Schließung bzw. den Verkauf der Märkte Augsburg und Sömmerda welche der OBI Führung ganz offensichtlich bei ihren Vorhaben im Weg waren, folgt nun der nächste Schritt:
Die "Anpassung" von Löhnen, Arbeitszeiten und der Personaleinsatzplanung.

Der Gesamtbetriebsrat OBI Deutschland wurde kürzlich über die demnächst beabsichtigten Schritte informiert. Über und mit dem GBR möchte OBI dieses Vorhaben durchsetzen und somit eine vollständige Abkehr vom Tarifsystem herbeiführen. In den noch verbliebenen Märkten mit Tarifbindung soll diese dann ebenfalls gekündigt werden.

Es geht um sehr viel!
Denn es geht um die Zukunft der Arbeitsbedingungen und der Einkommenssituation aller Mitarbeiter in allen OBI Märkten.

So sollen u.a.:
- Neue Lohnstrukturen mit neuen Lohngruppen
- Änderungen der Arbeitszeiten durch "Flexibilisierung"
durchgesetzt werden!


Als anstehende "Flexibilisierungsmaßnahmen wurden u.a. benannt:

- Änderung/Anpassung der Arbeitszeiten (z.B. geteilte Dienste)

- Änderung der Arbeitsorganisation
- Änderung von Arbeitsverträgen
- Aufbau von Minusstunden in "schwachen Zeiten" und dafür dann bei Bedarf länger arbeiten
- Wegfall freier Tage in der Saison
- (zusätzliche) "freiwillige" Samstagsarbeit und Überstunden
- Die "Teure" Ressource Personal muss "richtig" eingesetzt werden!


Die neuen Lohnstrukturen sollen in 8 (Lohn)Gruppen, sogenannte "Level" eingeteilt werden:

1   = Marktleiter
2   = stellv. Marktleiter
3a = Gartencenterleiter
3b = Bereichsleiter Logistik,Bereichsleiter Servicecenter/Kasse
4   = Projektverkäufer,Mitarbeiter ORS-Koordination,Küchenverkäufer,
                  Gartenplaner,Werkstattmeister
5   = Fachverkäufer,Disponenten,Kundenkontakter,Merchandiser,
                  Kassenaufsicht,WE-Leiter
6   = MA-Servicecenter,MA-ORS
7   = MA-Wareneingang,MA-Verprobung,MA-Kasse
8   = MA Verräumung

Zusätzlich sollen regionale Unterscheidungsmerkmale eingeführt werden (Regionalfaktoren) wobei 1 den niedrigsten und 4 den höchsten Faktor hat:

Region 1
- gültig für Brandenburg,Mecklemburg-Vorpommern,Sachsen,
  Sachsen-Anhalt,Thüringen

Region 2
- gültig für Berlin,Schleswig-Holstein,Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen,
  Bremen,Dresden,Erfurt,Leipzig

Region 3
- gültig für NRW,Hessen,Baden-Würthemberg,Bayern

Region 4
- gültig für Hamburg,Düsseldorf,Köln,Frankfurt,Stuttgart,München

Bedeutet: In Region 1 wird am niedrigsten und in Region 4 am höchsten für die gleiche Tätigkeit gezahlt!
Zusätzlich sollen "zu hohe" aktuelle Löhne auf Dauer "angepasst" werden.
Löhne sollen "wirtschaftlich machbar" sein.

Etwas Vergleichbares ist vor einiger Zeit auch bei Globus passiert. Die Globus Betriebsräte haben mittlerweile schmerzlich erkannt wozu sie sich haben missbrauchen lassen!