__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
obi-ver.di@web.de
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

27. Januar 2011

Berufsausbildung beim Top Arbeitgeber?

  

Auch OBI gehört zu den "Top Arbeitgebern 2010"!

Eine Ausbildungsstelle bei OBI ist mit Sicherheit nicht das Schlechteste was einem jungen Menschen passieren kann.
Normalerweise!
Und wenn man einen Markt findet, der nicht gerade unter permanentem Personalmangel leidet und in dem Auszubildende nicht nur billige Vollzeit-Aushilfskräfte sind.
Der Ausbildungsstandard bei OBI ist nämlich eigentlich sehr gut, und das nicht zuletzt dank der hochqualifizierten und engagierten Mitarbeiter in den Betrieben. Diese kümmern sich trotz des täglichen Stresses und neben der zu bewältigenden täglichen Arbeit gut um ihre Azubis, schließlich weiß man ganz genau das der Azubi innerhalb kürzester Zeit "fit" sein muß! Sei es weil der Azubi die Abteilung teilweise allein schmeißen muß, oder weil der Azubi ständig die "Aushilfskraft" an der Kasse geben muß. Den Platz einer Fach- oder Aushilfskraft ausfüllen statt Ausbildung? Auch das ist ein Instrument zur Personalkostensenkung, und das oft auf Kosten der Ausbildungsqualität.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, so hieß es früher.
Lehrjahre sollten aber auch zur Ausbildung der Azubi genutzt werden, dazu sind sie gedacht, und nicht zur Nutzung der Azubi als billige Arbeitskraft! Auszubildende sind eben nicht vorrangig zum ausgleichen von personellen Engpässen und reduzieren der Personalkosten da!
OBI bildet zum größten Teil für den Arbeitsmarkt und nicht für sich selbst aus. Übernahmen gibt es seit Jahren nur sehr wenige oder gar keine.   
 
Ausbildungsvergütung:
Mittlerweile erhalten die meisten OBI-Azubi inzwischen annähernd Ausbildungsvergütung auf Tarifniveau, im 2. Ausbildungsjahr sind das ca. 700,- €.
Ganz schlimm sieht es jedoch bei den sogenannten "überbetrieblichen" Azubi aus die von externen Bildungsträgern kommen und in OBI Märkten ausgebildet werden. Unter 300 € Ausbildungsvergütung im Monat!
Das sind 1,70 € p. Stunde!
Wenn der Azubi nicht mehr bei den Eltern wohnt, muß Miete bezahlt werden, zur Arbeit fahren, gleich ob mit eigenem Fahrzeug oder öffentlichen Verkehrsmitteln, auch das kostet. Da bleibt nichts zum Leben übrig, den Rest muß der Staat zahlen.

Trotz alldem ist wie schon oben erwähnt eine Ausbildung bei OBI nicht das Schlechteste was einem Azubi passieren kann. Für einen TOP Arbeitgeber ist das unserer Meinung nach aber nicht gut genug!

Bei allen zum Top Arbeitgeber ausgezeichneten kann man sich hier übrigens anzeigen lassen wie bewertet wurde.
Mit einer Ausnahme.

Ergänzung:
Hier ein funktionierender Link zum Dokument, der uns freundlicherweise von Anonym zur Verfügung gestellt wurde.

Gewertet wurde so:
Entwicklungsmöglichkeiten:               4,5  von  5 Pkt.
Jobsicherheit:                                      5,0  von  5 Pkt.
Marktposition & Image:                      4,0  von  5 Pkt.
Unternehmenskultur:                          4,5  von  5 Pkt.
Vergütung:                                          5,0  von  5 Pkt.
Work-Life-Balance:                             4,0  von  5 Pkt.
      
 

Kommentare:

  1. "Mit einer Ausnahme" -> sarkastische Anmerkung ohne Grundlage. Nur weil der Link für OBI auf der von Euch verlinkten Übersicht nicht fuktioniert, muss das nicht heissen, dass OBI hier Informationen unterschlägt. Das wäre nicht im OBI-eigenen Interesse. Hier der Link zum OBI Profil:
    http://de.toparbeitgeber.com/LinkClick.aspx?fileticket=Ln%2FR%2BsoYZCU%3D&tabid=1336
    Eine etwas objektivere Berichterstattung würde diesem Blog besser zu Gesicht bestehen, anstatt stammtischhaftes Parolengeklopfe!

    AntwortenLöschen
  2. der kleine Biber28. Januar 2011 um 11:42

    Ihr solltet aber nicht vergessen, das es die "Stammtischler" sind, die Euer Gehalt erwirtschaften ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Anonym 10:59.
    Kann es sein, dass du etwas überreagierst?? "Mit einer Ausnahme." ist eine objektive Feststellung.Es gibt halt eine Ausnahme.Im Übrigen finde ich die Aufstellung sehr interessant, und ich bin mir sicher OBI wird das kleine "Missgeschick" bald beheben. Wo es doch etwas positives zu berichten gibt, und dazu auch noch daran berechtigtes Interesse besteht!
    Warum also schon wieder so aufgeregt?

    AntwortenLöschen
  4. Hallo anonymer User,
    der Hinweis "Mit einer Ausnahme." war weder "sarkastisch" noch sonst abwertend gemeint, sondern lediglich die rein objektive Feststellung einer beweisbaren Tatsache!
    Niemand hier hat unterstellt das OBI diese Informationen unterschlagen hat, dieser Verdacht kam jetzt ausschließlich von Dir.
    Und was die Objektivität der Berichterstattung im Blog betrifft, wir berichten hier so gut und objektiv es uns unter den gegebenen Umständen möglich ist! Leider haben wir nicht immer alle notwendigen Informationen zu 100%, aber es wird langsam.
    Dank dem von Dir zur Verfügung gestellten Link zum Dokument sind wieder ein paar hinzu gekommen!
    Die Information über das Einstiegsgehalt bei OBI, das zwischen 2916,67 € und 3165,67 € monatlich liegt, hatten wir so noch nicht.
    Das ist doch schon mal etwas für den Anfang!
    Danke für die Hilfe.

    AntwortenLöschen
  5. Der Ton hier wird ja zunehmend freundlicher, so kann man doch schon besser miteinander reden!

    Zur Vermeidung von Missverständnisse: das oben beschriebene Einstiegsgehalt gilt für Wirtschaftswissenschaftler (Betriebswirte und Bachelor), Garten- und Landschaftsbauer und IT-Spezialisten mit entsprechendem Hochschulstudium. Steht auch so in dem Dokument. Solch eine qualifizierte Ausbildung kann bei OBI jeder Bewerber (natürlich auch Mitarbeiter, die das wollen) bei gegebenen Voraussetzungen absolvieren und danach in entsprechenden Positionen arbeiten.
    Ich habe das so verstanden, dass es in dem Dokument vorrangig um die Hochschul- und Traineeausbildung bei OBI geht. Es ist schließlich auch die Rede von 13,2 Monatsgehältern, einer Bonusvereinbarung und einem Dienstwagen in entsprechenden Positionen.

    AntwortenLöschen
  6. Es ist dann wohl doch so wie von den meisten schon immer vermutet wurde.
    Dieses "Gütesiegel TOP Arbeitgeber Deutschland" bezieht sich ausschließlich nur auf eine, gemessen am Volumen aller Mitarbeiter bei OBI, doch sehr kleine Gruppe. Und ja, für die ist OBI dann der TOP Arbeitgeber.
    Wenn dann allerdings die Mitarbeiter in den Märkten die bewerteten Bedingungen auf sich selbst übertragen und sich die Auswertung dazu ansehen, ist doch vollkommen klar weshalb sich viele hier aufregen und, entschuldigt bitte diesen Ausdruck, verarscht vorkommen.
    Es gibt sicher auch ein paar Märkte wo das nicht so ist, aber was man so hört (wenn man zuhört) ist das beim Gros der Märkte so.
    OBI wirbt auf jedem Geschäftspapier, bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit diesem Gütesiegel, welches suggeriert:
    In allen Belangen ein TOP Arbeitgeber!
    Fairer wäre es wenn dort stehen würde:
    OBI TOP Arbeitgeber für Manage,Betriebswirte,Bachelor, und Leute mit Hochschulstudium!

    AntwortenLöschen
  7. Ich noch mal.

    Ein Vorschlag an die Redaktion:
    Vieleicht startet Ihr hier mal eine entsprechende "Mitarbeiterbefragung" zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit?

    AntwortenLöschen
  8. "OBI TOP Arbeitgeber für Manage,Betriebswirte,Bachelor, und Leute mit Hochschulstudium!"

    Mann, Mann, immer nur am Meckern! Es steht doch Jedem frei, in dieser Gruppe mitzuarbeiten. Mit entsprechendem Einsatz, Lernfleiß, Motivation, Mut, Willen... kann jeder der es möchte, bei OBI andere Aufgaben mit entsprechend besserer Entlohnung übernehmen. Je mehr man sich reinhängt, umso schneller kann man sich entwickeln. Zahlreiche Mitarbeiter aus den Märkten arbeiten heute bereits in der Zentrale im Labor, im Category Management, im Vertrieb, als Gruppenleiter, Stellv ML, ML ... oder haben aufgrund der guten Entwicklungsmöglichkeiten bei OBI andere Führungspositionen eingenommen. Und da ist eine bessere Entlohnung einfach nur fair. Es geht doch im Beitrag schließlich um das Thema Berufsausbildung bei OBI.
    Ich finde, dass zeichnet einen guten Arbeitgeber auch aus, Leistung und besonderes Engagement muss belohnt werden.

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Anonymer,
    Du hast scheinbar nicht verstanden worum es hier eigentlich geht.
    Es geht nicht darum jemandem etwas nicht zu gönnen!
    Es geht auch nicht darum anzuzweifeln ob eine bessere Entlohnung für bestimmte, höher dotierte, Personengruppen "fair" ist oder nicht.
    Es geht darum, daß das Gros der Mitarbeiter bei OBI nicht fair behandelt wird, und dazu zählen eben teilweise auch die Azubi!
    Zu einer fairen Behandlung gehört, neben der fairen Entlohnung mindestens nach Tarif, der Gewährung aller anderen tariflichen Vorteile, vor allem auch der faire Umgang mit den Mitarbeitern!
    Mitarbeiter als das sehen was sie sind -> als Mensch, nicht nur als Kostenfaktor!
    Die Einhaltung aller Vorschriften und Gesetze.
    Das alles gehört für mich zu einem TOP Arbeitgeber dazu und zeichnet ihn aus.

    Work-Life-Balance ist für sehr viele Mitarbeiter in den Märkten nicht nur ein Fremdwort, sondern schier unmögliche Zukunftsvision!

    Aufwachen! Hier ist die Realität!
    Und das hat rein gar nichts mit "immer nur am meckern" zu tun.

    Schau Dir die Umfrage oben zur Bezahlung an! Es gibt bei OBI scheinbar noch immer Mitarbeiter die unter 90%, sogar unter 80% vom aktuellen Tarif sind!
    Und jetzt kannst Du uns was von Fairnes diesen Mitarbeitern gegenüber erzählen.

    AntwortenLöschen
  10. der kleine Biber1. Februar 2011 um 09:31

    "JetztReichts" hat's glaube ich genau getroffen.

    Es gibt eine zwei Klassen Gesellschaft bei OBI.

    Eine die gut verdient und auch entsprechende Arbeitsbedingungen hat und eine der man nicht einmal das Existenzminimum in Form eines Tarifvertrags gönnt.

    Wer höher qualifiziert ist, kann auch mehr verdienen. Aber sind deshalb diejenigen ohne Hochschulabschluß oder Studium weniger wert?

    AntwortenLöschen
  11. der kleine Biber1. Februar 2011 um 13:38

    So, schaut Euch das hier mal an.
    Das ist ein Blick zurück ins Jahr 2000/01
    also in die "Gute! Alte OBI Zeit"

    Danach wurde all das (einschließlich der Tarifbindung) dem Erdboden gleichgemacht.

    Bis heute! Rennen wir dem hinterher, was wir damals verloren haben.

    @anonmym: Wenn das hier keine objektive Berichterstattung ist, weiß ich auch nicht weiter.

    http://books.google.com/books?id=DHc8Xqkciq8C&pg=PA241&lpg=PA241&dq=unternehmensphilosophie+OBI&source=bl&ots=_QKcv01Siu&sig=pG2LQM0gg9JNC3scuhm4SN0vpR4&hl=de&ei=i_pHTZ6bFcmUswbMh4SPAw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CCEQ6AEwAQ#v=onepage&q=unternehmensphilosophie%20OBI&f=false

    AntwortenLöschen
  12. der kleine Biber1. Februar 2011 um 13:52

    P.s.: Lesetip für ML, VL, RG usw.

    Seite 241 ;-)

    AntwortenLöschen

Ihr könnt Eure Kommentare vollständig anonym abgeben.
Wählt dazu bei "Kommentar schreiben als..." einfach die Option "anonym".
Wenn Ihr unter einem Pseudonym schreiben wollt, dann wählt die Option "Name/URL".
Die Eingabe der URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht erforderlich.