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7. Februar 2011

"Innovative Tarifpolitik" (FIT)

  
Seit 2004 arbeitet eine Kommission, die Fachgemeinschaft Innovative Tarifpolitik (FIT), eine Vereinigung von Einzelhandelsunternehmen und der beiden Arbeitgeberverbände BAG und HDE sowie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, an einem neuen Tarifsystem für den Einzelhandel. Resultat daraus soll nach dem Willen der Arbeitgebersteite ein sogenanntes "Leistungsdifferenzierendes Entgeltsystem" sein. Solche Systeme sind in der Vergangenheit in anderen Wirtschaftszweigen, insbesondere auf Drängen der Arbeitgeber, schon in der betrieblichen Praxis etabliert worden. 
Die Arbeitgeberseite verfolgt dabei nach Auffassung von ver.di insbesondere folgende Ziele:
  • Arbeitsvolumen und Arbeitszeit sollen entkoppelt werden; maßgebliche Bezahlungsgröße soll die Leistung der Beschäftigten sein.
  • Es soll eine Konkurrenzsituation zwischen den Beschäftigten aufgebaut werden.
  • Die Verantwortung für das Arbeitsergebnis und das betriebliche Risiko soll auf die Beschäftigten verlagert werden.
Dennoch lehnt ver.di Systeme der Entgeltdifferenzierung nach Leistung nicht grundsätzlich ab, allerdings müssen sie an konkrete Instrumente gekoppelt werden, die sicherstellen, dass objektive und beeinflussbare Maßstäbe zu Grunde gelegt und tarifvertraglich vereinbart werden
  • Leistungsdifferenzierung als Bezahlungselement richtet sich grundsätzlich nach tarifvertraglichen Bedingungen
  • Leistungsentgelt variabilisiert nicht das Grundentgelt
  • Leistungsziele müssen beeinflussbar, transparent und kontrollierbar sein
  • Leistungsdifferenzierung als solidarisches Element
Die Erarbeitung einer neuen Entgeltstruktur wurde aus dem normalen Tarifgeschehen ausgekoppelt und in eine paritätisch besetzte Projektstruktur verlagert. Hier sollten verhandlungsreife Vorschläge erarbeitet werden, als Basis für die schließliche Aushandlung neuer Flächentarifverträge. Grundprinzipien der Projektarbeit waren Konsensorientierung sowie die Möglichkeit, einmal eingebrachte Vorschläge und eingenommene Positionen folgenlos wieder zurücknehmen zu können.

Rückblick:
Ende der 70er Jahre machte sich die Gewerkschaft für die Nivellierung der Einkommensstruktur durch Verringerung der Differenz zu den Einkommen in der Industrie und durch eine überproportionale Anhebung der unteren Einkommen stark. Sie band ihre Tarifforderungen stets an die meistbelegte Gehaltsgruppe der Verkäuferinnen, die als Eckgehalt und darüber hinaus organisationspolitisch einen hohen Stellenwert hat. Mitte der 90er Jahre traten die HBV und DAG mit einer größeren Kampagne für eine höhere Bewertung der Tätigkeiten im Einzelhandel ein, prangerten die Entgeltdiskriminierung der Frauen an und forderten ein tarifliches Mindestgehalt.
Der Einzelhandel ist zudem mit 2,6 Mio. Beschäftigten eine der größten per Flächentarifvertrag regulierten Branchen. Das Niveau und die Struktur der Vergütung stehen neben Arbeitszeitfragen bereits seit Jahrzehnten im Brennpunkt
der tarifpolitischen Auseinandersetzungen dieser Branche, in der mehr als zwei Drittel der Beschäftigten Frauen sind, seit 2001 Teilzeit das dominierende Arbeitsverhältnis ist und der Anteil geringfügiger und prekärer Beschäftigung steigt. Der Niedriglohnanteil unter den Vollbeschäftigten liegt im Einzelhandel inzwischen bei 33%. Der Anteil der Minijobber in der Branche beträgt ca. 30%, und „in einem Minijob verdient (fast) jede/r schlecht“. 
Im Einzelhandel findet zudem ein rascher, von Verdrängungswettbewerb und Konzentrationsprozessen gekennzeichneter Strukturwandel statt, in dem Personalkosteneinsparungen eine zentrale strategische Variable sind.
Konträr dazu drängten die Arbeitgeber Ende der 90er Jahre verstärkt auf eine Absenkung des Tarifgefüges sowie auf eine stärkere Entgeltdifferenzierung und -spreizung vor allem im Bereich der unteren Tarifgruppen. In der Tarifrunde 1999 forderte die Arbeitgeberseite die Einführung neuer unterer Tarifgruppen - unterhalb der Einstiegsgehälter.
Das Jahr 1999 markiert aber noch aus einem anderen Grund einen Einschnitt in die tarifpolitische Entwicklung des Einzelhandels.
Um die Verbandsflucht und den Mitgliederschwund aufzuhalten, führten die Arbeitgeberverbände in diesem Jahr die Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (OT-Mitgliedschaft) ein und kündigten an, künftig nicht mehr für die Allgemein-verbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge einzutreten, die bis dahin der direkten Unterbietungskonkurrenz tariflicher Mindestbedingungen und dem Lohndumping Grenzen setzte. 
Nach dem Wegfall der AVE und der Einführung der OT-Mitgliedschaft nahm von Arbeitgeberseite der Druck auf Löhne, Gehälter und tarifliche Zusatzleistungen erheblich zu.


Immer wenn in letzter Zeit von Seiten der Mitarbeiter die Forderung nach Tarifbindung gestellt wird, ist von OBI Seite zu hören das es bald soweit sein wird. Das Projekt "FIT" sei sehr weit fortgeschritten! Es würde sehr intensiv verhandelt, und deshalb werde es eine Tarifbindung nicht geben.
Die Wahrheit jedoch ist, diese Verhandlungen sind überhaupt nicht so weit fortgeschritten wie behauptet wird!
Nach Ansicht von Insidern wird es noch eine lange Zeit brauchen bis dieses Modell einmal zum fertigen Tarifsystem wird. In der metallverarbeitenden Industrie hat es ca. 15 Jahre gebraucht bis ein ähnliches System eingeführt wurde!
Und eine Tarifbindung ist auch dann notwendig, und eine der Hauptforderungen von ver.di ist zudem, daß niemand schlechter gestellt werden darf als nach dem jetzigen Tarifsystem.

Warum also nicht Tarifbindung JETZT!

Oder wird hier wieder nur auf Zeit gespielt wie schon so oft?

 

Kommentare:

  1. Tja, nun sollen wir zwar bald 3% mehr Gehalt bekommen, aber wann folgen denn endlich mal die angekündigten Schritte in Richtung Tarifgehalt. Bis jetzt wird doch nicht mal der Abstand zum sich weiter entwickelnden Tarif gehalten. Abgesehen davon: in wie vielen Märkten werden im Tarif geltende Leistungen nicht gewährt! Das fängt bei Überstunden- und Spätzuschlägen an, über die Höhe der Wochenarbeitszeit bis zum Urlaubsanspruch...

    ...mal ganz abgesehen von der oftmals falschen Eingruppierung...

    Prämien zu Jubileen gibts auch nicht und wenn man dann auf die Rente zugeht, scheint Alersteilzeit auch selten gewährt zu werden.

    ...und in keinem Punkt bietet OBI mal verbindliche Angebote an, die den Angestellten auch eine Verbesserung bringen.

    Wie solls also weitergehen?

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  2. der kleine Biber9. Februar 2011 um 14:07

    Hallo Obiber,

    diese 3%tige Gehaltserhöhung ist der angekündigte Schritt, in Richtung Tarifgehalt.
    Was OBI die letzten 8 - 10 Jahre in Sachen Tarifanpassung versäumt hat, versuchen sie jetzt nachzuholen, wenn auch sehr schleppend.

    Die Frage ist nur, warum sind sie überhaupt ausgetreten?

    Klare Sache, um Personalkosten zu sparen. Ohne die Tarifbindung war es eben möglich, jahrelang z.T. weit unter Tarif zu beschäftigen.

    Dies hat sich allerdings auf den Ruf des Unternehmens niedergeschlagen und jetzt ist man bemüht Schadensbegrenzung zu betreiben. Wenn auch nur gaaaanz vorsichtig.

    Diese Tarifflucht hat aber auch dazu geführt, daß die Mitarbeiter in den Märkten, praktisch zum Einzelkämpfern geworden sind.

    Ohne BR hängt eben vieles vom Wohlwollen des Ml oder VL ab.

    Wenn allerdings die Höhe der Wochenarbeitszeit (37,5 Stunden) oder der Urlaubsanspruch (30 bzw. 31 Werktage) nicht Gesetzeskonform läuft, dann würd ich mir schon mal ernsthaft Gedanken machen.

    Eingruppierungen gab es bei OBI noch nie.
    Man weigert sich auch, nach wie vor, diese vorzunehmen.
    Da es ja offiziell keine Arbeitsplatzbeschreibung oder ähnliches gibt, müßte man über ein Jahr lang ein Tätigkeitsprotokoll schreiben und dieses dann von Verdi oder einem Anwalt auswerten lassen.

    Dann hinterher das ganze noch einklagen und warten was passiert.

    Wer hält das schon durch? Das kann sich unter Umständen bis zur Rente hinziehen, bis da mal ein Spruch gefällt wird.

    Wenn's zu Jubiläen (davon hatte ich schon einige)
    nichts mehr gibt, ist mir das egal.

    Ich will nichts geschenkt von jemandem der es nicht ehrlich meint. Das lässt aber natürlich auch wieder Rückschlüsse zu, auf die wirkliche Haltung des Unternehmens, gegenüber seinen Mitarbeitern.

    Am liebsten hätte man doch 20 jährige BA Studenten mit 30 jähriger Berufserfahrung die für 1.200,-€ 12 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche arbeiten, zu allem ja sagen und ansonsten die Klappe halten.

    Zum letzten Absatz, verbindliche Angebote wirst Du keine bekommen, weil unterhalb des Geschäftsführers niemand Entscheidungsbefugt ist. Der wird vielleicht, wenn überhaupt, dem GBR ein Angebot vorlegen. Alle andernen außerhalb der Deutschland GmbH schauen weiterhin in die Röhre.

    Wie's weitergehen soll?

    Gründet Betriebsräte und zwar so lange bis es keinen Markt mehr ohne BR gibt, Deutschlandweit.
    Nur so, haben wir mittel- bis langfristig eine möglichkeit, etwas zu unseren Gunsten zu verändern.

    Also keine Angst, die offizielle Stellungnahme dazu aus Wermelskirchen: Wir haben nichts gegen Betriebsräte, im Gegenteil, es werden jederzeit Gespräche auf Augenhöhe geführt.

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  3. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern, als es zu Jubiläen auch Sach- oder Geldprämien gab. Geldprämien gab es deutschlandweit einheitlich (habe selbst mal 200 € bekommen). Und zusätzlich, von Markt zu Markt unterschiedlich, auch noch Sachprämien wie ein Abendessen oder Musicalbesuche.

    Das waren aber auch die Zeiten, wo es noch keine Betriebsräte in den Märkten gab. Damals ging einiges noch viel leichter von der Hand. Heute wird doch OBI durch die Gewerkschaften zum Einheitsbrei gezwungen, heisst, alle müssen gleich behandelt werden. Ob nun Leistungsträger oder Faultier (und von denen gibt es wenn man mal ehrlich ist auch sehr viele).

    Die Betriebsräte verschlingen Unsummen an Geldern durch die ganzen "nötigen" Schulungsmaßnahmen (und Verdi verdient dabi kräftig mit), durch die zahlreichen mehrtägigen Treffen in der Zentrale mit Übernachtung und Anreise einen Tag vorher (hab gehört da macht man sich nen schönen Bunten am Vorabend), die ganzen Ausschüsse (GBR-Ausschuss und Wirtschaftsausschuss, was machen die eigentlich den ganzen Tag?, noch nie was von denen gehört). Und dann wundert ihr Euch, dass kein Geld mehr für Jubiläen da ist. Das Geld ist schon da, es fließt jetzt nur in andere Kanäle.

    Mir hat das ganze Hokus Pokus mit BR oder Verdi jedenfalls noch gar nix gebracht. Bin auch froh, mich nicht bequatschen lassen zu haben in die Gewerkschaft einzutreten und denen auch noch 1% von meinem Nettogehalt in den Rachen zu werfen.

    Die Leute aus dem BR fahren ständig in der Gegend rum und wir müssen auf der Fläche für die die Arbeit mitmachen.

    Achja, und mehr Mitarbeiter waren wir früher auch. Jetzt bekomme ich zwar 2 Mark fünfzig mehr, stehe aber oftmals alleine in 3 Abteilungen und meine Kollegen von früher suchen immer noch Arbeit. Ganz toll gemacht! Riesiges Ergebnis liebe Betriebsräte. Was macht das für einen Sinn? Jeder bekommt mehr und in der Summe werden es immer weniger Kollegen?

    Hab gehört, dass bei einigen Franchisemärkten auch immer noch Prämien gibt zum Jubiläum, weil die keinen BR haben und nicht im Deutschlandverbund und sich deshalb nicht nicht an diese Anweisung von der Zentrale halten müssen. Eben wie früher. Darüber sollte man auch mal nachdenken!

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  4. das ist ja lustig, 1% gewerkschaftsbeitrag ist ihm zuviel, auf den br einschimpfen und sich selber so wichtig nehmen, dass er prämien verdient hat. ich bin kein br, habe aber allen respekt vor diesen leuten! wegen menschen wie du es einer bist, sind br so wichtig! euer motto ist"nach oben fassen und nach unten treten)

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  5. kannst gerne bei uns anfangen. arbeite seit 15 jahren in einem obi-franchisemarkt als abteilungsleiter. mein brutto beträgt 1800,-€. zuschläge gibt es überhaupt nicht,. von prämien ganz abzusehen.

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  6. Ich komme aus einem Franchise- Markt und arbeite jetzt in einem zentralen Markt. Das was hier geschrieben (Anonym 18.28 Uhr) ist einfach nur unfair.
    Viele Leute haben Kopf und Kragen riskiert um einen BR zu gründen und um dann für ALLE Mitarbeiter etwas gutes rauszuholen.
    Es geht doch bei Ver.di nicht nur um "Hokus Pokus", man hat doch auch viele Vorteile und das für so wenig Geld. Mein Gott, 1%, so viele Abzüge wie man heutzu Tage hat, da fällt das nicht mehr auf.
    Aber um diese Vorteile zu erkennen sollte man sich vielleicht mal mit dem Thema beschäftigen und nicht einfach sinnlos drauf los schreiben...!!!

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  7. ...Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern, als es zu Jubiläen auch Sach- oder Geldprämien gab. Geldprämien gab es deutschlandweit einheitlich (habe selbst mal 200 € bekommen)...
    Das ist ganz einfach nur falsch und unwahr! Es hat weder einheitlich noch deutschlandweit Geld- oder Sachprämien gegeben!

    ...Das waren aber auch die Zeiten, wo es noch keine Betriebsräte in den Märkten gab...
    Auch das ist schlichtweg unwahr! Es gibt genügend Märkte (vorwiegend Franchiser, oder ehemalige Franchiser), die mit der Eröffnung des Marktes auch einen BR gewählt haben! Und das ist schon ewig lange her, vielleicht reicht Dein Erinnerungsvermögen doch nicht soweit zurück wie Du vermutest?

    ...Damals ging einiges noch viel leichter von der Hand. Heute wird doch OBI durch die Gewerkschaften zum Einheitsbrei gezwungen, heisst, alle müssen gleich behandelt werden...
    Klar, ohne BR geht den ML vieles leichter von der Hand! Z.B.
    - Überstunden anordnen ohne Ende
    - gegen geltende Arbeitsschutzgesetze nach belieben verstoßen
    - die Mitarbeiter nach belieben Sonntags/Feiertags und Nachts arbeiten lassen
    - Arbeitszeiten/Dienstpläne der Mitarbeiter und ohne diese zu fragen nach belieben ändern
    - Löhne,Gehälter und Prämien nach Gutsherrenart zahlen - oder auch nicht
    - Urlaubssperren nach belieben aussprechen
    - Freie Tage nach belieben streichen oder verschieben
    Reicht diese Aufzählung für den Anfang? Es gäbe nämlich noch viel mehr! Schon schön doof wenn Betriebsräte dort Einhalt gebieten und sich für die Rechte der Belegschaften einsetzen oder?

    ...Ob nun Leistungsträger oder Faultier (und von denen gibt es wenn man mal ehrlich ist auch sehr viele)...
    Du gehörst bestimmt zu den ach so tollen selbsternannten Leistungs(zu)trägern?
    Ich hätte da einen Tip für Dich! Ist sogar kostenlos!
    Und wenn Du auch nur ein Fünkchen Ehre im Leib hast handelst Du danach. Aber da habe ich wieder so meine Zweifel!

    Entweder - oder
    Jetzt endlich können alle, die nicht Mitglied bei ver.di sind, Konsequenz beweisen, und mit der beiliegenden Verzichtserklärung die Personalabteilung darüber informieren das sie nicht haben wollen was ihnen nicht zusteht.

    Also einfach ausfüllen und bei der Personalabteilung - Marktleitung abgeben.

    Hiermit verzichte ich auf die von der Gewerkschaft ver.di erkämpften Lohn- und Gehaltserhöhungen. Mir ist bekannt, daß nur Gewerkschaftsmitglieder einen Rechtsanspruch auf tarifvertragliche Leistungen haben. lch aber bin kein ver.di-Mitglied. Deshalb will ich Konsequenz beweisen und mache mit meinem Verzicht deutlich, daß ich mich nicht an Erfolgen bereichern will, die von anderen bezahlt, erkämpft und verhandelt wurden. Mein monatliches Einkommen, die Höhe von Sonderzahlungen, die Länge meiner Arbeitszeit und die Dauer meines Urlaubs lege ich in lhr freies Ermessen. Sonderurlaub und Zuschläge jeder Art verlange ich nicht. Auch verzichte ich auf Altersvorsorge und Vermögenswirksame Leistungen. Sie werden schon wissen, was für mich gut ist. Mir ist bewusst, daß Sie aus Gründen des innerbetrieblichen Friedens und zur Stärkung der Arbeitgeberposition in Tarifkonflikten ein Interesse daran haben, mich dennoch an den von ver.di erkämpften Verbesserungen zu beteiligen. Das aber lehne ich ausdrücklich ab! Meinen Anteil lassen sie deshalb bitte meinen in ver.di organisierten Kolleginnen und Kollegen zukommen. Sie haben ihn sich verdient, nicht ich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Nun, wie sieht es aus, hast Du soviel Courage?
    Nee, natürlich nicht - dacht ich mir doch.

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  8. Hmmm.. "Anonym" hat Angst, daß Ihm die Gewerkschaft das Geld aus der Tasche zieht.

    Und außerdem verbrauchen ja die Betriebsräte das ganze Geld, welches OBI eigentlich für Gehaltserhöhungen und Prämien vorgesehen hatte für Ihre Schulungen, wo man sich "einen Bunten" am Vorabend macht.

    Da irrst Du dich "Anonym", wir machen uns da keinen "Bunten Vorabend", da werden Bücher und Hexen verbrannt. Was glaubst Du wie anstrengend so was ist. Vor allem das Aufräumen hinterher.

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  9. Anonym 18.28 Uhr
    du bist mir ja ein Herzchen! Natürlich bist du der Leistungsträger und kein Faultier, und wirst nur ungerecht behandelt!
    Erzählst hier von Zeiten die es nie gegeben hat und sprichst über Dinge, von denen du offensichtlich keine Ahnung hast.Es ist doch herzerfrischend, dass für manche Menschen die Welt so einfach ist.Ich bin froh, dass mir solche Zeitgenossen wie du die meiste Zeit meines Lebens doch erspart bleiben. Du bist der typische Nörgler-und Miesmacher der aber selbst nichts auf die Reihe kriegt.Und vor allem: ALLE anderen sind daran schuld.
    Du bist der, der gerne sagt man müsste...oder sollte...dies oder jenes machen. Dann lässt du alle anderen mal tun, denn du leistest ja nicht mal einen Mindestbeitrag und wenn das Ergebnis nicht passt, bist du der Erste der schreit wie unfähig alle sind, oder was die alle falsch machen.Mit dieser Einstellung bleib mal lieber zuhause, heul dich in den Schlaf und träume weiter von der "guten, alten Zeit"

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  10. Mann seid Ihr alle nervös hier. Ich dachte man kann und soll hier mitdiskutieren und seine Meinung sagen. Da wird mann dann gleich komplett zerlegt hier mit abwertenden Äußerungen und komplett aggressiv. Ihr solltet mal etwas lässiger werden!
    Ich bin nunmal anderer Meinung als ihr hier. In den Märkten denken viele Mitarbeiter auch so wie ich über die Gewerkschaften und einige Betriebsräte, die andauernd nur Stunk machen und ihre eigenen Interessen im Betriebsrat vertreten. Die scheren sich einen Dreck um die Belegschaft. Treffen sich immer schön einmal oder mehrmals in der Woche zum Kaffetrinken, raus kommt bei diesem Kaffekränzchen eh nix! Oder fahren mehrmals im Jahr schön zum GBR. Was ist denn da bisher zählbares rausgekommen? Da ist ja OBI noch das kleinere Übel. Und glaubt nicht, dass alle Mitarbeiter hinter den Machenschaften der Betriebsräte stehen. Diese Marionetten der Gewerkschaften.
    Das meiste hab ich bisher immer noch im persönlichen Gespäch mit meinem Chef für mich rausschlagen können, das hat Verdi und die BR's in 40 Jahren OBI nicht geschafft. Aber träumt schön weiter Euer rotes Märchen!

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  11. Zu "Man seid Ihr nervös"

    Ich weiß ja nicht in welcher Welt Du lebst!?
    Sie scheint sich auf reinem Egoismus aufzubauen!!!

    Sicher ist das hier ein Diskussionsforum, es werden auch andere Meinungen akzeptiert!

    ABER....
    man sollte sich vorher mal vernünftig informieren
    und dann erst mal " DENKEN " bevor man sich öffentlich äußert!!!
    "DENKEN" scheint aber nicht zu Deinen Stärken zu zählen!!!

    Viele Grüße

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  12. "Möge die Macht mit Dir sein".

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  13. hmmm... der anonyme hat doch recht... früher war aaalles besser... ich bin ja dafür das man die arbeitsschutzgesetze auch abschafft... was haben die uns denn schon gebracht in den letzten 60 jahren... nüscht, garnüüscht...ich bin dafür das jeder einzelne sich mit dem chef unterhält und sein bestes rausschlägt... auja, das wär ein spass...

    gebt einem einzelnen soviel macht und dann lasst den anonymen bei ihm arbeiten... ich würde sagen, dann fängt der auch mal an etwas nachzudenken.... so, und jetzt lässig weitermachen...;)

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  14. Hallo Anonym 23:05
    man kann hier schon seine Meinung sagen, jedoch befindest du dich hier in einem VERDI-Obi Blog.
    Ich schätze, wenn du in einem Vegetarier Blog ein tolles Rezept für Schweinebraten bringst, wird man das auch "zerlegen".
    Übrigens macht noch immer der Ton die Musik, und der war vom Beitrag "Anonym 9 Februar" keineswegs sachlich.
    Es wurde im gleichen Stil geantwortet, -komisch dass ihr dann immer gleich beleidigt seid, und wir die Aggressoren? Du redest von Märkten? In wie vielen bist du denn?
    Du beschwerst dich, dass dein BR nur seine Interesse vertritt? Das scheint bei euch im Betrieb ja die Praxis zu sein- du machst es ja nach eigener Aussage genau so!
    Du hättest ja auch für das Amt des BR kandidieren können-- und versuchen was daran zu ändern.Aber als egoistischer Einzelkämpfer -und ich meine das ganz sachlich- kommt man halt nicht auf die Idee.
    In der Regel kennt man seine Kandidaten vor der Wahl, und wenn man mit denen unzufrieden ist, muss man halt selbst ran.

    Unser BR tut was für uns, und er ist bestimmt keine Marionette der Gewerkschaft. Was ich davon weiß, ist, dass der BR verdi holt, wenn er mal Rat braucht. So gesehen ist verdi der Dienstleister für unseren BR- eigentlich auch klar. Durch unsere Beiträge hat verdi ja was für uns zu tun. Die kriegen unsere Beiträge, dafür sagen wir was wir wollen und das wird getan, wie halt in jedem anderen Verein auch.

    Bis jetzt habe ich noch keine Alternative, vor allem mit dem rechtlich legitimierten Hintergrund, gefunden.
    Wenn du was besseres weißt, dann sag es doch.
    Einzelkampf ist schon aus ökonomischer Sicht dumm, warum meinst du organisieren sich Arbeitgeber in Verbänden? Sicher nicht weil sie alles in Einzelgesprächen regeln können!
    Mein Tipp an dich und deine Gleichgesinnten: Informiert euch erstmal, schaut was AG tun und was Gewerkschaften tun. Hinterfragt mal warum es die überhaupt gibt- jaja da muß man in die Geschichte und seine grauen Zellen bemühen- und dann könnt ihr gerne sachlich mitreden.

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  15. @ Anonym:

    Danke für Deine Meinung, wäre ja langweilig, wenn alle einer Meinung wären. Vielleicht lässt Du Dir Deine eigenen Zeilen und die Meinungen der anderen Kommentatoren nochmal durch den Kopf gehen, um dann Deine Fehleinschätzung ein zu sehen.

    Ohne die Arbeit der BR's, den GBR und die Unterstützung dieser Gremien durch die VerDi würde es ziemlich übel aussehen. Und daß sich Betriebsräte in ihrer Freizeit(welche sie oft genug für ihre ehrenamtliche Tätigkeit opfern) vor den Versammlungen einen "bunten Abend" machen, welcher oft genug noch in thematischen Diskussionen endet, sollte wohl kein ernstgemeinter Kritikpunkt sein - oder?

    Wessen Wunschvorstellung ist es ausserdem, ohne zusätzliche Vergütung, mehrfach jährlich für mehrere Tage seiner Familie fern zu sein, um dann bei der Spesenabrechnung fest zu stellen, daß man mal wieder drauf gezahlt hat?

    ...und wenn Euer BR nur seine eigenen Interessen vertritt: ein guter Freund von mir sagt immer: "Jeder hat den Betriebsrat, den er sich gewählt hat!"

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  16. Das die betriebsräte kosten ist so nicht richtig.
    Sie gehen zulasten der Gewinmmage. Sich jetzt darüber zu beklagen ist so , als würde ich schon immer Schwarzfahren. Wenn ich es dann nicht mehr kann habe ich die realen Preise zu zahlen. Solln die Preise doch steigen wenn da wer um
    seine Rendite trauert.
    Wer jetzt die Kosten bejammert muss auch bitte mal gegen rechnen was in den vergangenen Jahrzehnten eingespart worden ist.
    Redlich ist dieser extragewinn meinem empfinden nach nicht.
    Und das Keine Sommerfeste z.b innerhalb der Region stattfinden hat nichts mit den BR kosten zu tun. die wurden schon vorher aus kosten gründen gekippt

    Es ist ein Grundrecht eine Vertretung zu haben. Also an ans werk. Langfristig fair bezahlte arbeit sichern1800 € für ein Abteilungsleiter empfinde ich schon fast als prostit....

    Und wenn Stellvertreter und Gpl bis zu 500€ differiern ist das auch nicht fair

    wir wollen nichts unmögliches!!!

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  17. Hallo, weis jemand, was OBI (Idar-Oberstein) an VL Zuschuss zahlt?
    Schon mal vielen Dank!

    mfg TB

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  18. und wenn wir es wüßten, würden wir es mit Sicherheit nicht hier bekanntgeben.

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    1. Was meinst Du mit "VL"?

      Vermögenswirksamen Leistungen
      oder
      Vertriebsleiter?

      Löschen

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