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Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
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20. Februar 2011

Media-Markt-Geschäftsführung behindert Betriebsratsarbeit

   

Ein Beitrag aus dem Weltbild Verdi Infoblog:

Wusstet Ihr schon, dass nur zwei der 236 Media-Märkte einen Betriebsrat haben? Von den 17.000 Beschäftigten wird damit gerade einmal 1% von einem Betriebsrat vertreten. Dies in einem Konzern (Metro), der in allen anderen Bereichen flächendeckend Betriebsräte hat. Am Beispiel München konnte ver.di feststellen, dass es sich hier um keinen Zufall handelt, sondern dies sehr zentral von der Unternehmenszentrale in Ingolstadt aus gesteuert wird. Im vergangenen Jahr wandten sich die Beschäftigten des Media Marktes München-Euroindustriepark an die Gewerkschaft ver.di,  dies mit der Bitte um Unterstützung bei der Durchführung einer Betriebsratswahl. Nachdem dies dem Arbeitgeber bekannt wurde setzte der örtliche Geschäftsführer mit Unterstützung der Media Zentrale in Ingolstadt alle Hebel in Bewegung, um die Wahl zu behindern.

Die Führungskräfte des Marktes wurden, wie in einem Krimi, zu einem geheimen Treffen außerhalb des Marktes eingeladen. An dem Treffen nahmen u.a. der regionale Geschäftsführer und ein unbekannter Mann teil. Das Treffen wurde intensiv genutzt, die anstehende Wahlversammlung zu stören und die Einleitung der Wahl zu verhindern. Eine ver.di vorliegende eidesstattliche Erklärung liest sich wie ein Krimidrehbuch. Das Verhalten und die Wortbeiträge der einzelnen Führungskräfte für die anstehende Versammlung wurden einstudiert und genau so wenige Tage später umgesetzt. Und wie beabsichtigt wurde in der Versammlung die Einleitung der Wahl durch Störungen und durch die massive Einschüchterung der Beschäftigten verhindert. Nur durch die Unterstützung des Metro-Konzernbetriebsrates gelang dann doch noch die Wahl. Allerdings hörten die Behinderungen auch danach nicht auf.

Die Gewerkschaft ver.di ist sich sicher, dass die Behinderungen zentral gesteuert werden. Dafür sprechen auch andere gescheiterte Versuche der Einleitung und Durchführung von Betriebsratswahlen. Immer wurde nach demselben Schema die Wahl verhindert. Von den elf Initiatoren sind nur noch fünf im Betrieb. Bei den Initiatoren gibt es einen Kollegen, der mittlerweile seinen siebten Gerichtstermin hatte. Nach dem er ein ordentliches Kündigungsschutzverfahren in der ersten Instanz gewann, erhielt er die fristlose Kündigung. Nach jedem verlorenem  Gerichtsverfahren geht Media-Markt in die nächste Gerichtsinstanz.

Die Kollegen im Media-Markt München brauchen Hilfe!
In den nächsten Tagen wird ein Internetblog für Beschäftigte und Kunden eingerichtet. Der Blog bietet die Möglichkeit, sich über Erfahrungen mit dem Media Markt auszutauschen. Auch wird es ein Bündnis zu Unterstützung von Betriebsratswahlen im Media Markt geben. Hierüber wird demnächst auch über die Presse informiert.

Die Gewerkschaft bittet jetzt ganz aktuell um EURE Hilfe. Sendet daher bitte den nachfolgenden Text an den für Personal zuständigen Geschäftsführer Ralph Spangenberg (sollte diese E-Mail nicht mehr bestehen, bitte mit dem ver.di Fachbereich Handel in München Kontakt aufnehmen, es wird dann eine weitere Anschrift mitgeteilt).

Und macht bitte andere KollegInnen und Bekannte auf diesen Blog-Eintrag aufmerksam. Dazu einfach untern auf den kleinen Briefumschlag klicken und diesen Artikel weiterempfehlen! Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Hier der Text für die Mail an die Media-Markt Geschäftsführung: 
An: spangenberg@media-saturn.com
Sehr geehrter Herr Spangenberg,
ich bin darüber empört, wie Sie mit Betriebsratswahlen in Ihrem Unternehmen umgehen. Ich unterstütze das Bündnis der Gewerkschaft ver.di für Betriebsratswahlen bei Media Markt. Auch werde ich den geplanten Internetblog für Mitarbeiter und Kunden unterstützen.
Ich fordere Sie auf, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass die Behinderung von Wahlen bei Media Markt unterbleibt. Auch fordere ich Sie auf, die Kündigung des Betriebsratsmitglieds Oseir Rauf zurückzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen

Quelle: Weltbild Verdi Infoblog
   
Wir unterstützen diesen Aufruf, unter anderem auch deshalb, weil es solche und ähnliche Vorgänge auch bei OBI immer mal wieder gegeben hat und immer noch gibt, (Würzburg, Rüsselsheim, Bietigheim, GBR-Gründung Stuttgart, Erding) um nur Einige zu nennen.
  

Kommentare:

  1. ... und wenn man Beispielsweise

    http://archiv2007.sozialisten.de/politik/publikationen/bg/view_html?zid=1494&bs=1&n=6

    http://www.dashoefer.de/Seminardetails/Betriebsratswahl-2010/

    http://www.youtube.com/watch?v=-ymp2RN4ELI

    http://www.seminare-arbeitsrecht.de/arbeitsrecht-seminare/sueddeutsche_zeitung.html#

    liest/sieht, dann wundert einen (auch) nichts mehr ...

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  2. Auch in Magdeburg wird es ein Betriebsrat geben und das steht fest wie das Amen in der Kirche!!!Das Land sollte in Demokratische Bundes Republik Deutschland umbenannt werden.

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  3. Jawoll - Erich , sorry ,äh marco :-)).
    Schade das der Einigungsvertrag soviel
    " vernichtet " hat.

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  4. Alles was verdi sagt ist richtig und genau geschildert. Leider dringt in den Medien überhaupt nichts durch und somit werden wir immer weiter unterdrückt. Die GF´s sind richtig skrupellos und schrecken vor nichts zurück. Leider.

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  5. Es ist unvorstellbar für einen außenstehenden zu erkennen unter welchem unermeßlich hohen Druck die Mitarbeiter eines Media-Marktes oder eines Saturn Marktes arbeiten bzw. modern versklavet werden.
    Denn da giebt es leider keine andere Namensgebung dafür, das ist moderne Sklaverei !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Die unmenschlichen Arbeitszeiten vor der groß angelegten Zeiterfassung und umstellung ..... : " Wir müssen in Zukunft darauf achten , daß ihr keine Überstunden aufbaut....... "
    Zugleich werden aber aufgebaute Überstunden nicht durchleuchtet offengelegt !! Totgeschwiegen ? evtl sogar unterschlagen ???
    Vielleicht nach dem Grundsatz : ---------Wo kein Kläger da kein Täter------ ????????
    Denkt an die Mannheimer und Heidelberger Media-Märkte und deren Unterbindung eines / einiger Betriebsräte.Und die im Anschluß angefallene Kündigungswelle !!!!!!!
    Das war doch aktuell in den Medien zu hören und zu lesen.

    Ein Systematischer Unterdrückungsmarsch ......: " Ich bin doch nicht Blöd " friss oder stirb !!
    ......: "Geiz/ Geil ist Geil " dein Pech , lass es lieber

    Solche Argumente sollten euch nich einschüchtern zieht es durch wält einen Betriebsrat und streitet / kämpft um eure Rechte !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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