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Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
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14. Februar 2011

WIR SIND OBI

  
Oh ja. WIR WAREN IMMER OBI!
Haben uns mit dem Unternehmen identifiziert. Service; Dienstleistung; Marktführer; Hr.Maus etc.
Und auch heute noch: WIR SIND OBI.
Auch heute identifizieren wir uns mit dem Unternehmen! Aber: Unternehmer schätzen an den Mitarbeitern vor allem Flexibilität; schnelle Anpassung an neue Gegebenheiten...
OK- machen wir uns nichts vor- wir trauern dem "alten OBI" hinterher!!! Aber Leute, jetzt ist es endlich mal Zeit umzudenken!!!
Vorbei die Zeit der "Dienstleistung am Kunden"- sprich Top-Beratung - Service-Leistung die nur noch auf dem Papier was Wert ist;
Vorbei die Zeit, in denen die Mitarbeiter sich entsprechend Zeit für die Belange des Kunden nehmen konnten.
DAS WAR EINMAL DAS AUSHÄNGESCHILD VON OBI!!!
OK Leute, nun haben wir andere Prioritäten- also bitte denkt um- und identifiziert Euch mit dem (neuen) Unternehmen!
Seit kühl, macht eure (Verräum-)Tätigkeiten, Werbeaufbauten, Wechselflächen, kassiert die Schlange auch wenn ihr nun eigentlich ein Mietgerät verleihen, euch um die rückständigen Aufträge kümmern solltet- oder halt seit bereits seit 1 Stunde Feierabend habt ( ihr werdet die Überstunden ja wohl nicht aufschreiben wollen, oder!?!)
Service und Kundenbindung?
Verräumt lieber mal das Bauholz oder die Arbeitsplatten und stellt mal wieder ein Schild an die Holz-Säge "defekt" (Jeder Kunde hält euch doch nur von euren eigentlichen, neuen Tätigkeiten ab!). Verräumt die Farben und Lacke, baut die Wechselflächen auf und bitte, sofort das Pricing umsetzen - solange ist die Farbmischanlage wieder mal "defekt"(Lieber Kunde: Siehst Du denn nicht das ich am arbeiten@OBI bin, so wie es mein Vor-Vor-Vor-Vorgesetzter gerne möchte? Ich muß hier die Ware verräumen die du kaufen sollst- also verlange jetzt bitte nicht noch von mir das ich ne`Farbe mische. Also dafür habe ich ÜBERHAUPT keine Zeit. Liebe Kollegen, bitte,geht mit dem Marktleiter rum: ER zeigt euch die von euch vernachlässigten "Ecken" (hallo: ihr habt doch wohl genug Zeit), das Dispo-Team muß sich was anhören über leere Haken und mangelnde Präsenz bei Schnelldrehern.
ABER, aber- ihr werdet doch jetzt wohl nicht den Kopf in den Sand (Estrich) stecken. IHR seid OBI- und bitte macht das was gewünscht wird! Und falls ihr (mal wieder) im ML-Büro sitzt und Euch euer Einkaufs-und Beratungstest-Ergebnis (waren es echt nur 56% ?) anhören müßt und dafür eine ABMAHNUNG bekommt- Ihr werdet doch wohl nicht dagegen angehen und gleich zum Anwalt rennen? Wer bist DU denn? DU bist OBI!! Die Kassenkraft sagt doch nicht: Ich pack`das nicht; so viele Kundenbeschwerden; muß seit 3 Stunden auf Toilette; konnte nicht mehr ...Kasse kurz zugemacht, mal eben auf`s WC- VL war aber (leider) da- ABMAHNUNG. Also bitte, liebe Kollegen, wenn ihr das nicht versteht... Ihr müßt euch nur an das neue Geschäftsmodell gewöhnen...
Geht ́nicht- gibt`s nicht (oder war das Praktiker...?)
Anhang: (diesmal ohne Ironie)
Mag`ja sein,daß Discounter wie Aldi,Penny etc. "auf DIE Tour" gut laufen. Jedoch muß man uns Mitarbeitern auch sagen, was OBI demnächst gerne hätte!!!



Quelle: ehemaliges OBI-Betriebsräteforum (OBI-Betriebsraete.de)
  

Kommentare:

  1. Dieser Artikel entspricht genau dem, was ich seit Jahren predige! Aber auf mich hört ja keiner.

    Das einzige Unterscheidungsmerkmal, das OBI gegenüber seinen Mitbewerbern hatte, war eben diese Fachberatung, der unvergleichliche Kundenservice (nein, das ist keine Ironie) den wir einmal hatten. Selbst zur Laufkundschaft hatte man beinahe eine persönliche Beziehung.

    Ich gehöre definitv zu denjenigen die den "alten Zeiten" nachtrauern. Aber ich hab's aufgegeben mich über bestimmte Dinge aufzuregen.

    Diese scheiß Gleichmacherei, dieses Golbale Denken, diese Discountmentalität werden wir wohl nicht mehr wegbekommen.

    In Wermelsdorf verdienen sie Ihr Geld doch schon lange nicht mehr mit den Märkten, sondern über Kopfkonditionen und Knebelverträge, welche die Lieferanten unterschreiben müßen um OBI beliefern zu dürfen. Die Märkte müßen doch nur noch "schön" aussehen und möglichst wenig Kosten verursachen.

    Wir sterben in Schönheit und die Geier kreisen grinsend über uns.

    Aber was soll's, bis in 20 Jahren sind wir eh alle durch einen RFID Chip ersetzbar. Vielleicht auch schon früher.

    Dann wird uns das Medium, welches uns jetzt die grenzenlose Kommunikation ermöglicht, den Todesstoß versetzen.

    Einzelhandelskaufeute braucht dann keiner mehr.
    Nur noch Vollstrecker und Totengräber.

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  2. Falls das hier öffentlich wird,
    sollte man die Obi Kommentare doch mal aktualisieren!
    Mag sein das es 2011 so war, bei der Konkurrenz wohl auch.
    Aber mein erster Obi Kontakt als Mitarbeiter sieht total anders aus.

    Wahrscheinlich gab es zu dem Zeitpunkt nicht Obi Optimiert. Aber der "Gender" Verkauf darf nicht mehr verräumen. Darf nicht!
    In den Kernzeiten, das machen eigene Teams. Keine Leih Sklaven wohl bemerkt.
    Was man sehr schätzen sollte, wenn man nicht als Wanderpokal ohne Rente enden will.

    Für mich als Mitarbeiter aber auch Baumarkt Junkie, ist einzig allein die Motivation vom einzelnen Mitarbeiter
    ausschlaggebend.
    Da gibt es wie in jedem Beruf, Menschen die lieber Woll Mützen Verkäufer in Äthiopien werden sollten.
    Nur nicht Verkäufer, Störungshotline Agent, ect.
    Wenn ich dem Kunden das Gefühl gebe, sein Problem ist meines.
    Geht er auch wenn das Passende nicht im Sortiment ist, geht er mit einem dankbarem Lächeln.
    Das ist was Spaß macht.
    Nicht mit Pfahl im Fuß, "gehen sie Gang 23, da finden sie schon das was sie suchen". Zwischen 756 Artikeln auf Anhieb.
    Das ist 2015 Obi und ich find es gut so und sicher muss der Verkauf auch verräumen.
    Ware die ich nicht anfasse, kann ich nicht verkaufen.
    Außer Software Verkäufer.:-)

    Und der Einzelhandel sollte an der Marge verdienen, die er seinem Kunden zumutet.
    Nicht am Mitarbeiter, der jeden sonnigen Tag seines Lebens,
    im Neon Licht sein sonnigsten Lächeln zeigen soll.

    Quelle: Neuer Mitarbeiter Obi



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